Reiherschreck - Reiher vom Teich fernhalten

Der Reiher

Reiher haben einen langen, dolchartigen Schnabel und einen kurzen Schwanz. Ihre Flügel sind groß und breit. Der Hals hat eine S-Form. Besonders wenn der Reiher fliegt, ist seine Halsform sehr auffällig. Es gibt verschiedene Arten von Reihern. Große Reiher wie der Goliathreiher werden bis zu 140 Zentimeter lang, kleine Reiher wie die Zwergdommeln nur 27 Zentimeter.

Reiher haben je nach Art auch unterschiedliche Färbungen. Die einen sind weiß, die anderen eher unauffällig graubraun, es kommen aber auch Farben wie schwarz, blau und braun vor. So ist die Rohrdommel schwarz-braun gestreift gefärbt, im Röhricht ist diese Reiherart damit perfekt getarnt.

Der Reiher ernährt sich vor allem von Fischen und anderen Tieren, die im Wasser leben. Ihre Nahrung suchen Reiher oft in ufernahen Flachwasser und eben auch in Gartenteichen.

Reiher gibt es überall, mal abgesehen von der Antarktis und auf der einen oder anderen Insel. Diese Vögel halten sich vor allem im Flachland auf, im Gebirge sind Reiher eher selten anzutreffen.

Reiher bevorzugen Gewässerufer. Gerade flache Seen und Sümpfe aber auch Flüsse und Mangroven haben es ihnen angetan. Bei einer richtigen Teichgestaltung kann man diese Vorlieben von Reihern auch ausnutzen, um den eigenen Gartenteich als Jagdrevier gleich unattraktiv für diesen Teichräuber zu gestalten.

Nicht alle Reiher sind Zugvögel. So ist zum Beispiel der in Mitteleuropa vorkommende Graureiher ein Teilzieher. Ein Viertel bis die Hälfte der Graureiher zieht es im Winter gen Süden, der Rest bleibt vor Ort.

Gejagt wird Nachts wie auch Tagsüber. So gilt der Graureiher zwar als tagaktiv, er kann aber auch nachts zum Teichräuber werden.

Die meisten Reiherarten ernähren sich von Wassertieren, ganz oben auf dem Speiseplan stehen dabei Fische, Amphibien, Reptilien aber auch Wasservögel, Kleinsäuger, Insekten und auch Krebstiere. Ein Graureiher benötigt etwa 330 bis 500 Gramm Nahrung am Tag.

Reiher auf der Jagd
Reiher auf der Jagd.
Bei der Beutesuche geht der Reiher recht überlegt vor. Die Beute wird überrascht. Dafür steht der Reiher bewegungslos auf der Stelle und stößt im passenden Moment blitzschnell mit seinem Schnabel zu und durchbohrt die Beute.

Raffinierterweise gibt es Reiherarten, die die Beute mit ihren Flügeln anlocken. So steht der Reiher im Wasser und breitet die Flügel aus. In dem Schatten darunter suchen dann die möglichen Beutetiere Schutz vor der Sonne. Da der Schatten zudem die Reflexionen der Wasseroberfläche minimiert, hat der Reiher außerdem noch eine bessere Sicht. Vom Mangrovereiher ist sogar bekannt, dass er Insekten als Köder nutzt, diese auf der Wasseroberfläche platziert, um so Fische anzulocken. Den Mangrovereiher wird man in Mitteleuropa bei seiner Jagd allerdings nicht beobachten können, diese Reiherart kommt vor allem in den Tropen und Subtropen vor.

Reiherfedern

Reiher werden schon seit langer Zeit gejagt. Teilweise stand der Graureiher auch wegen seinem Geschmack hoch im Kurs. Problematisch wurde die Jagd auf Reiher, als man Gefallen an ihren Federn fand. So war es Ende des 19. Jahrhunderts in Europa zur Mode geworden, die Hüte mit den Federn weißer Reiher zu schmücken. Die Jagd auf die Reiher vernichtete ganze Kolonien. Und so wurde in den USA schließlich die National Audubon Society gegründet, eine erste Naturschutzorganisation, die die Vernichtung der Reiherkolonien verhindern sollte. 1913 wurde in den USA schließlich der Handel mit Reiherfedern verboten, in Großbritannien erging ein enstprechendes Verbot schließlich 1920.

Heute wird immer noch Jagd auf Reiher gemacht. Allerdings nur selten wegen ihrem Fleisch oder ihrer Federn, sondern da sie eben gerne Fische jagen und fangen und daher als Konkurrenten der Fischereiwirtschaft angesehen werden. Seit dem 19. Jahrhundert geht es den Reihern daher oftmals systematisch an den Kragen.

Rückgang vieler Reiherarten

Reiher jagen gerne in ihrem wassernahen Lebensraum. Allerdings ist der Mensch ja oftmals bestrebt, seinen eigenen Lebensraum ordentlicher zu gestalten bzw. zu begradigen. Gerade die Rodung von Ufervegetationen und die Begradigung von Flüssen macht den Reihern stark zu schaffen. Auch die Verschmutzung des Wassers, die Überfischung der Seen und auch die Zersiedlung ihrer Lebensräume sorgte für einen Rückgang vieler Reiherarten. So gibt es auch schon vier Reiherarten, allerdings nicht in Europa, die als ausgestorben gelten. Erfreulicherweise sind von den heute lebenden Reiherarten keine vom Aussterben bedroht. Es gibt allerdings sechs Reiheraten, die als stark gefährdet gelten.

Auch wenn Fischreiher sich gerne an Teichfischen vergreifen, töten darf und sollte man diese Vögel auf keinen Fall. Es ist aber schon mit recht einfachen Mitteln möglich, den eigenen Teich und die Fische darin vor dem gefrässigem Fischräuber zu schützen. Reiherzaun selber bauen | Reiherschreck

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